Medizinischer Fachangestellter

Der/die medizinische Fachangestellte

(bis Juli 2006 Arzthelfer/in) arbeitet zum größten Teil in einer Arztpraxis bzw. in einer Klinik. Dabei kommen noch mehrere Arbeitsgeber in Frage. Die Bundeswehr ist ein großer Arbeitgeber, in den San-Bereichen werden medizinische Fachangestelle (MFA) ebenso benötigt, wie bei verschiedenen Behörden. Die Aufgaben der MFA sind vielzählig und unterschiedlich. Die Aufgaben sind stark davon abhängig in welchem Bereich man tätig ist. Nicht jede Arztpraxis gleicht der anderen, es gibt nicht für alle Fachärzte eine eigene Ausbildung. Die Ausbildung ist allgemeint. Hier unterscheiden sich nur die Tätigkeiten. Beim Augenarzt hat man andere Bereiche als beim Allgemeinenmediziner.
Zu den Aufgaben gehören die Betreuung der Patienten sowie die Unterstützung des Arztes. Von der Terminvergabe, über verschiedene medizinische Tätigkeiten über die Injektion bis zum verwalten, gibt es eine Vielzahl an Aufgaben, die die medizinische Fachangestellte erwartet.

 

Häufige Fragen (FAQ)

Ausbildungsname:
medizinische(r) Fachangestelle(r)

 

Ausbildungsdauer:

3 Jahre, eine Verkürzung auf 2 ½ ist bei entsprechenden schulischen Leistungen möglich.

 

Ausbildungsvergütung:

Zwischen 550 Euro und 650 Euro – je nach Betrieb und Region

 

Ausbildungsbeginn:

Im Normalfall zum 1.8. eines Jahres. Kann aber auch abweichen.

 

Bewerbungszeitraum:

Da es meistens noch zum 1.8. offene Stelle gibt, ist auch bis zu diesem Termin die Bewerbungsfrist. Viele Betriebe suchen natürlich schon viel früher und die begehrtesten Plätze sind schnell vergeben. Eine Bewerbung mit dem Halbjahreszeugnis ist nicht verkehrt.

 

Kann ich während der Ausbildung den Betrieb wechseln?

Theoretisch möglich, während der Probezeit auch recht einfach, aber man muss immer bedenken, dass man einen Betrieb hat der einen dann auch übernimmt.

 

Wie alt muss ich sein?

Für die Ausbildung gibt es kein Mindestalter, aber in manchen Bereichen, gerade wo eine Nachtschicht vorhanden ist, möchten die Betriebe einen Mindestalter von 18 Jahren. Das kann man aber auch Fallbezogen telefonisch abklären.

 

Welchen Abschluss muss ich haben?

Auch hier gibt es keine gesetzlichen Regellungen, sondern ist immer unterschiedlich. Es kommt hier auch stark auf den Bewerber und dessen Persönlichkeit drauf an.

 

Ausbildung

Für die Ausbildung wird meinst ein Realschulabschuss vorausgesetzt. Gute Noten in Biologie können hilfreich sein. Eine Ausbildung mit einem Hauptschulabschluss ist ebenfalls möglich. Hier kommt es auf den Bewerber an, dieser steht mit seiner persönlichen Qualifikation im Vordergrund.
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und kann um 6 Monate (bei guten Leistungen) verkürzt werden. Sollte mal im praktischen oder schriftlichen Prüfungsteil durchfallen, so verlängert sich die Ausbildung um 6 Monate. Die Prüfung kann anschließend wiederholt werden.
Als persönliche Eigenschaften (Soft Skills) sollte mal verschiedene Eigenschaften mitbringen. Zum einen eine freundliche kommunikative Art. Man arbeitet schließlich direkt am Kunden/Patienten. Eine gewisse Eigenschaft zum „helfen wollen“ ist sicherlich auch von großem Vorteil.
Berufsschule findet 1-2-mal in der Woche statt. Zusätzlich kann es eine überbetriebliche Ausbildung geben, zu den man Wochenweise hinfahren muss. Hier werden alle Praxisteile vermittelt, die für die praktische Prüfung relevant sind. Es könnte ja sein, dass man beim Augenarzt lernt, dann müsste man in der praktischen Prüfung trotzdem die Basics vom Allgemeinmediziner beherrschen.

Ambulanter Bereich
Ärztliche Praxen, Institutsambulanzen, Tageskliniken, poli-klinische Ambulanzen
Stationärer Bereich
Krankenhausabteilungen, Rehabilitationskliniken, Belegabteilungen und Einrichtungen, in denen Patienten über Nacht ärztlich betreut werden; medizinische Abteilungen, die einer Klinik angeschlossen sind.
Notfallaufnahme
Funktionseinheit eines Akutkrankenhauses, in welcher Patienten zur Erkennung bedrohlicher Krankheitszustände einer Erstuntersuchung bzw. Erstbehandlung unterzogen werden, um Notwendigkeit und Art der weiteren medizinischen Versorgung festzustellen.
Patientenversorgung
Innere Medizin und Allgemeinmedizin, Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Physikalische und Rehabilitative Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Strahlentherapie, Urologie.

Ausbildungsvergütung / Gehalt

Das Gehalt in der Ausbildung liegt zwischen 550 Euro und 650 Euro (Quelle: Wikipedia) und steigt mit den Ausbildungsjahren. Das monatliche Gehalt nach der Ausbildung liegt zwischen 1300 und 2200 Euro. Je nach Tätigkeit bzw. Verantwortung kann das Gehalt einer medizinischen Fachangestellten variieren.

 

Video zur MFA von Azubis

Dieses Video ist mir gerade aufgefallen, da es von Auszubildenden selbst erstellt wurde. Es handelt sich um eine Präsentation die in der Luisenschule Bielefeld erstellt wurde. In diesem Video sieht man sehr schön wie die Azubis selbst den Beruf sehen. Die Bilder, zusammen mit den Kommentaren, vermitteln einen sehr schönen Eindruck über diesen doch sehr schönen Beruf. Viele Schulabgänger sind meist erst mal etwas ratlos, man soll sich schließlich für einen Beruf entscheiden, den man aber im Normalfall gar nicht kennt. Dies ist keine einfache Entscheidung, aber eine sehr wichtige. Nicht selten, sondern eher im Regelfall erlernt man nur einen Beruf und bindet sich so eine sehr lange Zeit. Daher sollte so eine Entscheidung nicht zwischen Tür und Angel gefällt werden. Meiner Meinung nach kann man sich nicht genug informieren. Nicht von jetzt auf gleich entscheiden. Ein Praktikum kann ebenfalls sehr hilfreich sein um sich einen Überblick über die Tätigkeiten zu verschaffen. Das Video ist leider ohne Ton, aber trotzdem finde ich es nicht schlecht gemacht, da es von der Quelle kommt. Diese Leute kennen den Beruf jetzt schon ein wenig.

Abschlussprüfung

Nach 3 Jahren oder bei einer verkürzten Ausbildung, nach 2 ½ Jahren ist es dann soweit. Die Prüfung steht vor der Tür. Wie ist im Allgemeinen aber der Ablauf bis man sich medizinische Fachangestellte nennen darf.

Als erstes muss man zur Prüfung zugelassen werden. Hierzu muss man an der Zwischenprüfung und anderen Leistungsnachweisen in der Berufsschule teilgenommen haben. Diese duale Ausbildung ist der Regelfall. Man besucht über die Dauer seiner Ausbildung 2-3-mal in der Woche die Berufsschule und legt schriftliche Nachweise ab. Ein gesonderter Fall ist es, wenn man bereits das Eineinhalbfache an Zeit in dem Beruf gearbeitet hat, dann darf man die Prüfung auch ablegen.

Die Zwischenprüfung wird am Ende des 2. Ausbildungsjahres abgelegt. Die Prüfung ist schriftlich und es werden alle bis dahin in der Schule behandelten Themen abgefragt.

Die eigentliche Abschlussprüfung besteht aus 2 Teilen. Man hat die schriftliche Prüfung und die mündliche/praktische Prüfung. Die praktische Prüfung dauert in der Regel 90 Minuten und besteht wiederum aus zwei Teilen. Ca. 75 Minuten sind praktische Aufgaben als Prüfung zu erledigen. Hier geht es um die Aufgaben die auch im Beruf gefordert werden. Anschließend gibt es 15 Minuten Fachgespräch in dem weiteres Hintergrundwissen gefordert wird.

Die schriftliche Prüfung fragt das komplette Wissen aus 3 Jahren Berufsschule ab.

Aufgaben & Möglichkeiten für eine MFA

Die Aufgaben, die eine medizinische Fachangestellte zu erledigen hat, sind sehr umfangreich. Sie unterstützt den Mediziner bei den täglichen Aufgaben im Praxisbetrieb. Sie ist die erste Ansprechpartnerin für den Patienten und sorgt dafür, dass er sich wohl fühlt. Einfühlungsvermögen und Freundlichkeit gehören zu der Persönlichkeit einer medizinischen Fachangestellten.
Als Assistentin wirkt sie bei allen ärztlichen Maßnahmen mit und führt die Laboruntersuchungen durch.
In ihren Aufgabenbereich fallen die Sterilisation der Instrumente, der Geräte und der sonstigen Materialien. Sie ist im Umgang mit Arznei- und Heilmitteln geschult. Die medizinische Fachangestellte befasst sich mit der Organisation und Verwaltung der Arztpraxis, wickelt die Bürotätigkeiten ab und plant umsichtig und organisatorisch den Ablauf des Tages. Eingehende und ausgehende Post und Telefonate sind ihr Tagegeschäft, aber auch der Zahlungsverkehr, die Patientenakten und die Bestellungen von Praxismaterial fallen in ihren Aufgabenbereich. Sie muss sich mit dem Abrechnungswesen mit der Krankenkasse auskennen, die EDV beherrschen und Formulare ausfüllen können. Ein weites, interessantes Spektrum, mit viel Verantwortung liegt in den Händen der medizinischen Fachangestellten.

Die beruflichen Perspektiven können durch gezielte Fort- und Weiterbildungen geschult werden. Verschiedene Bereiche zur Qualifizierung werden durch die Ärztekammern angeboten. Dazu gehören Weiterbildungen im Bereich der Onkologie, Pneumologie, Dialyse und Gastroenterologische Endoskopie. Ein weites Spektrum und Einsatzgebiet für eine medizinische Fachangestellte.

Video über den Beruf der MFA

Dank eines kleinen Tipps der Sächsischen Landesärztekammer möchte hier auf ein gutes Video verweisen. In diesem Video geht es um den Beruf. Es werden die verschiedenen Fasteten gezeigt, die Vor- und Nachteile, sowie die Chancen beleuchtet. Der Beruf der medizinischen Fachangestellten ist weiterhin ein sehr interessanter Beruf mit viel Perspektive in der Zukunft. Die medizinischen Fachangestellten (MFA) sind wichtiger Bestandteil fast jeder Arztpraxis. Man hat viele Möglichkeiten nach der Ausbildung einen guten Job zu finden.

Die Berufsschule

Gerade ist die allgemeine Schulbildung zu Ende geht es mit der Berufsschule weiter. Man freut sich darauf endlich aus der Schul raus zu sein und alles hinter sich zu lassen. Einfach nur in den Beruf starten und natürlich auch Geld verdienen. Aber die Schule geht ja weiter. Auch wenn man nicht mehr die Fächer hat wie auf der Realschule, das Lernen hat quasi nie ein Ende.

Man hat viele neue Aufgaben, die man vorher noch nie gemacht hat. Das man zu diesen praktischen Aufgaben auch jede Menge theoretisches Wissen benötigt ist klar. Denn man kann schließlich nicht einfach so auf die Patienten losgelassen werden. Das Wissen sollte zu Erst immer theoretisch gelernt werden, bevor man Hand anlegen darf. Die Fächer wie Laborkunde und Praxiswissen, sind elementar und dürfen auf keinen Fall vernachlässigt werden.

Wer in der Schule gut aufpasst und immer aktiv dabei ist, wird auch in der Praxis ein besseres Resultat abliefern können. Sollte in der Schule oder auch später im Beruf zum Anfang etwas unklar ein, dann auf jeden Fall immer fragen und nicht versuchen es auf eigene Faust zu erledigen, dass kann schlimme Konsequenzen nach sich ziehen. Man arbeitet schließlich direkt man Menschen. Ein Fehler könnte Auswirkungen haben, die man selber gar nicht abschätzen kann.

Die Berufsschule findet meisten nicht im Blockunterricht statt, sondern in Teilzeit. Zum Anfang noch 3 Mal in der Woche, später können auch nur 2 Mal sein. Darüber hinaus findet auch noch eine überbetriebliche Ausbildung statt. Diese geht mehrere Tage am Stück. In dieser Zeit muss man nicht arbeiten, damit man sich voll konzentrieren kann. Bei der überbetrieblichen Ausbildung werden Praxisteile vermittelt. Gerade wer nicht beim Allgemeinarzt arbeitet, sollte hier sehr gut aufpassen. Es handelt sich bei den Themen u.a. um die Prüfungsthemen.

Bewerbung

Die Bewerbung zur medizinischen Fachanstellten ist meistens schriftlich. Es wird ein Bewerbungsanschreiben, ein Lebenslauf mit Lichtbild und die aktuellen Zeugnisse gefordert. In manchen Schulen wird ein Bewerbertraining oder eine Unterstützung beim verfassen angeboten. Diese sollte man ruhig in Anspruch nehmen. Diese Hilfen werden oft von qualifizierten Personen mit viel Erfahrung durchgeführt. Ob man die Bewerbung persönlich vorbeibringt oder lieber mit der Post verschickt bleib jedem selbst überlassen. Möchte man einen ersten persönlichen Eindruck vermittel, bringt man die Bewerbung persönlich zum Arzt/Ärztin vorbei. Ein paar nette und freundliche Worte dazu, können nicht schaden. Ich persönlich halte aber nichts, von einer rein mündlichen Bewerbung, also nicht zum Arzt gehen und fragen ob man dort eine Ausbildung anfangen kann ohne etwas in der Hand. Sowas macht sich in der Regel nicht so gut. Natürlich gelten auch hier die Regeln die für alle Bewerbungen gelten, man sollte sich vorher auf jeden Fall schlau machen. Zu den Bewerbungsfristen kann man nichts Genaues sagen. Manche Ausbilder suchen früher ihren Nachwuchs und andere später. Andere hatten Pech und ein Bewerber ist in letzter Sekunde abgesprungen. Wenn man aber nicht all zu spät dran ist, man eine der ersten ist, kann es nicht negativ sein.

Lieber ein wenig früher dran sein

Soweit man das jetzt noch sagen kann. Die meisten Ausbildungen zur MFA (medizinischen Fachangestellen) starten dieses Jahr zum 1. August. Wer sich überlegt hat, dass eine Ausbildung zur MFA das Richtige für ein ist und noch keinen Ausbildungsplatz hat, sollte bald loslegen. Viele Stellen sind mittlerweile schon besetzt und es werden immer weniger freie Stellen. Aber es ist noch nicht aller Tage letzter Abend, noch gibt es ja frei Stellen. Auf den ersten Blick in die Zeitung im „Arbeitsmarkt“-Teil sind noch Stellen frei. Jetzt aber nicht zögern, man sollte jetzt einfach die Bewerbung schreiben und wegschicken.

Viele hoffen ja vielleicht auf das Abschlusszeugnis was vermeidlich besser sein könnte oder sogar gefordert wird. Man kann sich durchaus auch mit dem Halbjahreszeugnis bewerben und dann das Abschlusszeugnis anschließen, sofern wünscht, nachreichen. Denn um so später man dran ist, desto eher könnte die Frage auftauchen „Warum bewerben Sie sich erst jetzt?“ – Darauf muss man dann erst mal eine Antwort finden.

Das Schöne an einer frühen Bewerbung ist natürlich dass man Gewissheit hat, wenn man seinen Ausbildungsvertrag schon unterschrieben zu Hause hat, muss sich erst mal keine Gedanken mehr machen. Für 3 Jahre hat man normalerweise einen sicheren Arbeitsplatz. Also mein Tipp wäre daher immer, nicht zu lange warten mit der Bewerbung. Man muss ja auch nicht das erste Angebot annehmen, wenn man aber evtl. zu spät dran ist, könnte es passieren, dass man darauf angewiesen ist.

Berufsbild

Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:

  1. Der Ausbildungsbetrieb
    1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
    2. Stellung des Ausbildungsbetriebes im Gesundheitswesen; Anforderungen an den Beruf
    3. Organisation und Rechtsform des Ausbildungsbetriebes
    4. Gesetzliche und vertragliche Bestimmungen der medizinischen Versorgung
    5. Umweltschutz
  2. Gesundheitsschutz und Hygiene
    1. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
    2. Maßnahmen der Arbeits- und Praxishygiene
    3. Schutz vor Infektionskrankheiten
  3. Kommunikation
    1. Kommunikationsformen und -methoden
    2. Verhalten in Konfliktsituationen
  4. Patientenbetreuung und -beratung
    1. Betreuen von Patienten und Patientinnen
    2. Beraten von Patienten und Patientinnen
  5. Betriebsorganisation und Qualitätsmanagement
    1. Betriebs- und Arbeitsabläufe
    2. Qualitätsmanagement
    3. Zeitmanagement
    4. Arbeiten im Team
    5. Marketing
  6. Verwaltung und Abrechnung
    1. Verwaltungsarbeiten
    2. Materialbeschaffung und -verwaltung
    3. Abrechnungswesen
  7. Information und Dokumentation
    1. Informations- und Kommunikationssysteme
    2. Dokumentation
    3. Datenschutz und Datensicherheit
  8. Durchführen von Maßnahmen bei Diagnostik und Therapie unter Anleitung und Aufsicht des Arztes oder der Ärztin
    1. Assistenz bei ärztlicher Diagnostik
    2. Assistenz bei ärztlicher Therapie
    3. Umgang mit Arzneimitteln, Sera und Impfstoffen sowie Heil- und Hilfsmitteln
  9. Grundlagen der Prävention und Rehabilitation
  10. Handeln bei Not- und Zwischenfällen